Pfötchenpflege –
weniger ist mehr

Der heutige Artikel hätte dieses Mal bereits im November erscheinen können… Wer konnte schon damit rechnen, dass der Winter so schnell, so früh und in diesen Ausmaßen kommt?
Heute möchte ich Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihrem Hund helfen können, wenn er, wie mein Rüde Lucky, versucht, sich nur hüpfend und die Beine schonend, fortzubewegen, wenn Schnee, Eis und Salz das Laufen unmöglich machen. Mein Mitleid mit meinem Hund hat aber bewirkt, dass ich mich wieder eingehender mit der Thematik Pfotenpflege auseinandergesetzt habe.
Vorneweg sei gesagt: „Machen Sie nicht zu viel!“. Ich kann jeden verstehen, der mitleidet, wenn der eigene Hund neben einem herhumpelt, aber bei näherer Betrachtung ist dann plötzlich alles doch gar nicht mehr so schlimm. Mein Hund z.B. ist zugegebenermaßen ein kleiner „Gfrearling“, wie mein Lebensgefährte (gebürtiger Niederbayer) es gerne ausdrückt, also ein verfrorener Typ! Bei ihm hatten sich zwischen den Pfotenballen kleine Eisbällchen gebildet, die beim Laufen gedrückt haben müssen. Eine kurze Wärmeeinheit hat in ca. 10 Sekunden eine „Sofortheilung“ bewirkt, indem ich Luckys Pfoten mit meinen Händen schlicht und einfach kurz aufgewärmt habe. Bitte achten Sie aber darauf, die Pfoten nicht zu sehr zusammenzudrücken. Hunde haben keine Fettpolster zwischen den Zehen und da schmerzt Druck unter Kälte doppelt.

Natürlich ist es nicht immer ganz so einfach. Überlegen Sie gut ist, wie schnell Sie zu Hilfsmitteln greifen. Sie können Ihrem langhaarigen Freund beispielsweise sofort den Spaziergang im winterlichen Franken erleichtern, indem Sie ihm die Haare zwischen den Pfotenballen kürzen. Es kommt auch immer auf die Qualität des Schnees an, bei Pulverschnee sieht alles viel harmloser aus, als bei festgefrorenem Schnee oder schwerem, „backendem“ Schnee.Was unseren tierischen Freunden jedoch die größten Probleme macht, sind Streusalz und Granulate. Diese belasten und strapazieren die Pfoten sehr.
Wohnt man mitten in der Stadt, kann man gestreuten Passagen kaum ausweichen, hier bietet es sich an, die Pfoten seines Lieblings mit sehr fetthaltigen Lotionen, Salben oder Sprays vorzubehandeln. Vor Beginn des Spaziergangs tragen Sie diese großzügig auf, um die Pfotenballen gewissermaßen zu „imprägnieren“.
Wer bei Schnee, Split und Eis lange mit seinem Hund unterwegs ist, sollte sich im Fachhandel beraten lassen. Für solche „Extremsportler“ gibt es empfehlenswerte Pfotenschuhe (z. B. mit Grip-Sohlen), die Sie übrigens nicht nur für die kalte Jahreszeit nutzen können.
Ansonsten aber möglichst nach dem Motto: „Weniger ist mehr!“ handeln.
Hundepfoten gewöhnen sich schnell an die Witterungsbedingungen. So wie die Kälte auch unsere Haut zwar belastet aber widerstandsfähiger macht, können auch die Pfotenballen des Hundes „abgehärtet“ werden. Denn fängt man erst einmal mit dem Cremen an, muss man es oftmals den lieben langen Winter lang fortführen, da sich die Haut daran gewöhnt und somit sensibler wird.
Möchte man den Hund mit Cremes, Lotionen oder Salben unterstützen, sollte man sich immer für unparfümierte Produkte natürlichen Ursprungs entscheiden, wie z.B. Wollfettsalbe, Vaseline oder Melkfett. Im Fachgeschäft oder in der Apotheke finden Sie unterschiedliche, nützliche Produkte. Auf andere Produkte können Hunde mit Unverträglichkeiten reagieren. Dazu kommt, dass Hunde gerne an den Pfoten lecken, um sich zu säubern. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie Salben & Co. direkt vor dem Spazierengehen auftragen und den Hunde die ersten Meter ablenken, so dass er die Salbe oder Creme nicht abschlecken kann!
Wenn Sie die Pfoten Ihres Lieblings behandeln müssen, weil sie rissig oder entzündet sind, empfehle ich Ihnen zum Beispiel verschiedene Blütenessenzen-Salben, wie Notfall, Rescue oder Blütenbalsam und homöopathische Salben wie Arnica, Calendula oder Echinacea. Aus dem Bereich der Schüssler-Salze gibt es außerdem verschiedene Produkte. Diese sollten jedoch invididuell vom Tierarzt oder Tierheilpraktiker verordnet werden, um wirklich sicher zu gehen, das richtige Mittel gewählt zu haben.
Zur Person
Silke Arling, Tierhomöopathin
Silke Arling ist ein 1975er Jahrgang, humorvoll und sehr einfühlsam und veröffentlicht Ihre Kolumne im Easy Dogs Blog, um Ihnen die Naturheilkunde zu veranschaulichen. Sie hat ein riesengroßes Herz für Tiere und wird auf eine ganz sympathische Art und Weise verschiedene Fragen klären. Es war nicht leicht, sie als Autorin zu gewinnen und wir schätzen es daher sehr, dass sie das Easy Dogs Blog mit Ihrem Wissen bereichert. Eine ganz besondere Frau, mit viel Witz und Charisma!

Silke Arling
Tierhomöopathin
Handollweg 10
92355 Velburg
Mobil: 0176/70038331
E-Mail: silke.arling@web.de
www.bachblueten-und-homoeopathie-fuer-tiere.de
Tierhomöopathin mit mobiler Praxis sowie Praxisräumen im Hundemaxx in Nürnberg
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