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                                            Zecken, Mücken & Co. –

                                            Homöopathische Mittel bei Stichen und Bissen

                                            Endlich ist sie da, die Sonne, und jeden zieht es wieder nach draußen. Man merkt, wie sehr sie uns in den letzten Wochen gefehlt hat. Die Stimmung steigt, unsere Vierbeiner scheinen vergnügter und lebendiger und die ersten grünen Knospen stechen aus dem Boden. So wunderbar das auch ist, so bekommen wir leider auch die "Plagegeister" wie z.B. Zecken, Mücken & Co. wieder zu Gesicht.

                                            Natürlich haben auch Insekten Ihre Daseinsberechtigung. Als "Plagegeister" betiteln wir sie ja auch nur, weil sie unseren vierbeinigen Freunde und uns so zu schaffen machen. Zum Teil können Sie jedoch auch gefährlich werden, und zwar dann, wenn der Organismus bereits geschwächt ist. 

                                            Vor allem die Zecken sind jedes Jahr ein ganz großes Thema. Die Zecken können Überträger der sogenannten Borreliose und der Hirnhautentzündung sein. Zwei Erkrankungen, die alles andere als harmlos sind. Daher sollte man sich auch schon vorab Gedanken darüber machen, wie man sein Tier am besten vor Ihnen schützen kann. Hier lautet das Motto, Prophylaxe ist das allerbeste.  Aber was kann man gegen diese unliebsamen Tierchen tun? Gleich vorweg, ich bin absoluter Gegner der Borreliose-Impfung* und die heute von mir erklärten Mittel sind auch nicht zur Prophylaxe gedacht. Sie beziehen sich ausschließlich auf die Behandlung eines schon erfolgten Bisses oder Stiches.  

                                            Im folgenden möchte ich Ihnen ein paar Tipps geben, was sich aus meiner Sicht als gute Parasitenprophylaxe darstellt und zum Teil auch bei meinen eigenen Tieren in Einsatz kommt:

                                            • Aufbau und Stärkung der körpereigenen Abwehr des Tieres (ausgew. Ernährung, viel Bewegung, Enstpannung, konstitutionelle Therapie mit Homöopathika, etc.)
                                            • Ganz wichtig und wohl die beste Prophylaxe ist das intensive Absuchen des Tieres nach einem Spaziergang (die beliebtesten Stellen der Zecken sind die Bereiche an denen die Haut besonders weich ist, so z.B. unter den Achseln, am Kopf und in den Leisten, aber die Kontrolle ausschließlich dieser Bereiche reicht nicht aus)
                                            • Meidung von stark befallenen Gebieten in der warmen Jahreszeit (spricht sich unter Hundebesitzern ziemlich schnell herum)
                                            • Der Bernstein (meine Erfahrung ist die, das langhaarige Hunde besser einen Einzelstein umgehängt bekommen, während kurzhaarige Rassen mit eine Kette gut geschützt sind. Um die Effektivität des Steines zu erhalten ist seine regelmässige Reinigung unabdingbar)
                                            • Bioenergetisierte Sprays (sind absolut geruchsneutral, halten auch nach Kontakt mit Wasser bis zu 48 Std.)
                                            • Verschiedene ätherische Öle, wie z.B. Lavendel, Citrus und auch Kokosöl, hier nur bitte vorsichtig dosieren und vor allen Dingen verdünnen, da es hier schon mal zu Hautirritationen kommen kann und wir es bei unseren Hunden mit Makrosmatikern zu tun haben, deren Nasen um ein vielfaches empfindlicher als die unsrigen sind und Gerüche somit auch anders empfinden)
                                            • Bioenergetisierte Anhänger, deren merkliche Wirkung hinsichtlich der Parasiten oftmals spät einsetzt, sie wirken auf den ganzen Organismus arbeiten dort, wo gerade eine Schwachstelle des Körpers ist und das sind oft nicht primär die Parasiten)
                                            • Shampoos mit Kolostralmilch (hiermit durfte ich schon ganz tolle Erfahrungen machen und kann es auch als reguläres Shampoo für Tiere nur empfehlen)
                                            • Natürlich gibt es auch noch die unterschiedlichsten Produkte auf dem Markt, die mit Insektiziden arbeiten, aber auch hiervon kann ich nur abraten, da man mit Ihnen den Organismus des eigenen Tieres erheblich schwächen kann.

                                            Um Zecken die schon zugebissen haben ohne Komplikationen wie das Abreissen des Kopfes zu entfernen haben sich in der Praxis vor allem die Zeckenhaken bewährt oder auch so kleine Chipkarten, die von Ihrer Wirkung her sehr ähnlich sind. Man zieht mit Ihnen die Zecken ab, ohne auf Ihren Körper zu drücken und verhindert damit, das mögliche Entleeren giftiger Substanzen in die Stich, bzw. Bissstelle.

                                            Aber nun möchte ich mich wieder meinem eigentlichen Thema widmen, das Vorstellen geeigneter homöopathischer Mittel für die Hausapotheke zur Behandlung von Biss- und Stichwunden.

                                            Die zwei Mittel, um die es heute geht sind das Apis und das Ledum. Dabei müssen die Verletzungen nicht zwangsweise von Insekten herrühren, auch Verletzungen durch einen eingetretenen Nagel, Dorn oder durch Pflanzen verursacht, können sehr gut mit diesen Mitteln therapiert werden.

                                            Apis mellifica (D6, C6, oder D12) – die Honigbiene

                                            Sie lesen richtig! Für die Herstellung des homöopathischen Mittels Apis verwendet man die ganze Honigbiene mit Stachel und dem darin befindlichen Gift.

                                            Es ist das erste Mittel der Wahl, wenn durch einen Insektenstich oder -biss, die Haut glasig anschwillt, berührungsempfindlich ist und stark brennt oder juckt. Gibt man unmittelbar nach dem Einstich eine Gabe von ca. 3 – 4 Globuli in einer niedrigen Potenz, kann man mitunter schon den Juckreiz, oftmals sogar die Schwellung verhindern.

                                            Auch bei diesem Mittel gilt, wie auch bei allen anderen Akutmitteln: Tritt eine direkte Besserung auf (z.B. Schwellung entsteht gar nicht erst oder geht schnell wieder zurück), kann man es bei der einen Gabe belassen. Andernfalls wiederholt man die Gabe nochmals nach ca. 10 Minuten und bei Bedarf dann nochmals eine halbe Stunde später.

                                            Weitere Einsatzmöglichkeiten für Apis sind:

                                            • Nesselausschlag
                                            • Kontakt mit Pflanzen, wie z. B. Brennesseln
                                            • Verbrennungen mit glasiger, bläschenartiger Schwellung der Haut
                                              (z.B. durch Quallen)
                                            • glasige (wasserhaltige) Schwellungen der Augenlider
                                            • Schwellungen von Mund oder Rachenschleimhaut
                                            • Entzündungen mit brennenden stechendem Schmerz, glasiger Schwellung und großer Berührungsempfindlichkeit
                                            • ein weiteres typisches Symptom, welches auf Apis hinweist, ist die Besserung durch Kühlung, kalte Umschläge, Waschungen
                                            • und Verschlechterung bei Berührung, Druck sowie Hitze und warme Behandlungen

                                            Ledum palustre (D6, C6 oder D12) – Wilder Rosmarin (Sumpfporst)

                                            Ledum hat entzündungshemmende Eigenschaften und ist daher in der Hausapotheke das 1. Mittel der Wahl zur innerlichen Infektionsvorbeugung von Wunden, vor allen Dingen, wenn diese punktförmigen Charakter haben.

                                            Solche Wunden können verursacht worden sein durch:

                                            • Insektenstiche/-bisse
                                            • Nägel
                                            • Dornen
                                            • Splitter
                                            • Bissverletzungen
                                            • aber auch bei stumpfen Augenverletzungen und Schnitt- und Schürfwunden hat sich Ledum schon erfolgreich bewährt.

                                            Sollten sich nach Einsatz der Mittel keine Besserungen der Beschwerden einstellen, ziehen sie bitte eine/n Tierarzt/ärztin oder Tierheilpraktiker/in zu Rate.

                                            WICHTIG: Besteht der Verdacht, das Ihr Tier von einem stechenden Insekt im Rachenraum gestochen wurde, dürfen sie natürlich Apis und/oder Ledum geben, jedoch sollten sie unbedingt sofort die nächste Tierarztpraxis aufsuchen.

                                            Umdrehen, da keine Schwellung und einhergehend Atemnot eintritt, kann man während  der Fahrt oder in der Tierarztpraxis.

                                            Zur Person

                                            Silke Arling, Tierhomöopathin

                                            Silke Arling ist ein 1975er Jahrgang, humorvoll und sehr einfühlsam und veröffentlicht Ihre Kolumne im Easy Dogs Blog, um Ihnen die Naturheilkunde zu veranschaulichen. Sie hat ein riesengroßes Herz für Tiere und wird auf eine ganz sympathische Art und Weise verschiedene Fragen klären. Es war nicht leicht, sie als Autorin zu gewinnen und wir schätzen es daher sehr, dass sie das Easy Dogs Blog mit Ihrem Wissen bereichert. Eine ganz besondere Frau, mit viel Witz und Charisma! 

                                            * Der bei uns verwendete Impfstoff ist gegen Borrelia burgdorferi s.s. gerichtet, hieran erkranken jedoch die wenigsten Hunde. Für die bei uns viel häufiger vorkommenden Borrelien (afzelii und garinii) ist dieser Impfstoff nicht geeignet.
                                            Immer wieder entwickeln gesunde Hunde, die gegen Borrelien geimpft wurden, einige Stunden nach der Impfung schwere Symptome (Lahmheiten, Fieber...). Ein Großteil der Hunde wurde schon einmal von Zecken gebissen wurde (infiziert oder nicht infiziert), daher besitzen viele Hunde bereits Antikörper. 

                                            Nachzulesen im Buch "Haustiere impfen mit Verstand", Monika Peichl.

                                            Silke Arling
                                            Tierhomöopathin
                                            Handollweg 10
                                            92355 Velburg
                                            Mobil: 0176/70038331
                                            E-Mail: silke.arling@web.de
                                            www.bachblueten-und-homoeopathie-fuer-tiere.de

                                            Tierhomöopathin mit mobiler Praxis sowie Praxisräumen im Hundemaxx in Nürnberg

                                            Gesundheitskolumne von Silke

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