Verhaltenstherapie
Was ist das und was nicht?

Der Begriff der Verhaltenstherapie kommt aus der Humanmedizin. Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten existieren für den Begriff der Verhaltenstherapie mehrere Definitionen.
Gemeinsam ist diesen Definitionen jedoch, dass man davon ausgeht, dass Verhaltensstörungen meistens eine Kombination aus genetischer Grundlage und Lernerfahrungen sind. Verhalten wird nach bestimmten Prinzipien erlernt und aufrechterhalten, weshalb es nach denselben Prinzipien auch wieder verlernt werden kann. Dabei wird unter Verhalten nicht nur die äußerlich sichtbare Aktivität eines Individuums verstanden, sondern auch die inneren Vorgänge wie Gefühle, Denken und körperliche Prozesse.
Die Auseinandersetzung mit der Umwelt erfordert zahlreiche Lern- und Anpassungsleistungen. Lebewesen fühlen sich sicher, wenn sie in der Lage sind, auf diese psychischen und physischen Anforderungen flexibel und unter angemessener Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse selbstständig zu reagieren. Reichen die eigenen Fähigkeiten nicht aus, um zentrale Bedürfnisse, wie z.B. das nach sozialer Sicherheit, zu erfüllen oder stehen äußere Umstände dem entgegen, wird das Wohlbefinden beeinträchtigt.
Als Folge davon können seelische und körperliche Erkrankungen auftreten. Diese Erklärung wird durch eine Definition ergänzt, die besonders auf das Zusammenleben von Mensch zutrifft: "Im weitesten Sinne wird in der Verhaltenstherapie normabweichendes Verhalten, welches das Individuum selbst und/oder eine soziale Umwelt als störend empfindet, durch vorgeplante Lernvorgänge verändert" (Pielmaier, 1979, S. 14).
Was ist normal?
Hier kommt die Komponente Mensch als Sozialpartner ins Spiel. Viele Verhaltensweisen, die den Menschen stören oder in der Gesellschaft als unerwünscht gelten, gehören zum normalen Verhaltensrepertoire eines Hundes. Um beurteilen zu können, was "normabweichendes" Verhalten ist, muss der Hundebesitzer zunächst einmal wissen was hundliches Normalverhalten ist. Dazu gehören insbesondere Angst- und Aggressionsverhalten bei neuen, intensiven oder plötzlich auftretenden Reizen, bei Distanzunterschreitungen, bei Berührungen wenn der Hund Schmerzen hat oder es nicht gewohnt ist angefasst zu werden, im Zusammenhang mit Ressourcen wie z.B. Futter, Spielzeug oder Liegeplätzen und natürlich Jagdverhalten.
Ein Hund der auf einen fremden Menschen mit Verbellen reagiert, ist also keineswegs verhaltensgestört, sondern er zeigt hundliches Normalverhalten. Eine Verhaltenstherapie im eigentlichen Sinne ist deshalb nicht notwendig. Eine Veränderung des Verhaltens durch strukturiertes Training jedoch schon: In unserer Gesellschaft werden inzwischen auch Hunde, die nur bellen, sehr schnell als gefährlich eingestuft und es kann möglicherweise zu Problemen mit dem Ordnungsamt kommen. Außerdem gibt es natürlich auch Menschen, die Angst vor Hunden haben und deshalb sollten wir als rücksichtsvolle Hundebesitzer dafür Sorge tragen, dass unsere Hunde niemanden erschrecken, belästigen oder gar gefährden. Anders verhält es sich mit einem Hund, der vor vielen Dingen so große Angst hat, dass seine Lebensqualität dauerhaft eingeschränkt ist. Dieser Hund muss im Rahmen einer Verhaltenstherapie, ggf. auch mit medikamentöser Unterstützung lernen, seine Angst zu bewältigen, um wieder ein lebenswertes Leben führen zu können.

Eine klare Abgrenzung zwischen Verhaltenstherapie und Verhaltensänderung durch Training ist nicht immer möglich und auch nicht unbedingt nötig, da die Techniken zur Verhaltensänderung in Verhaltenstherapie und "normalem" Training dieselben sind.
Uns von Easy Dogs ist es jedoch wichtig, dass Hundebesitzer verstehen, dass die meisten Verhaltensweisen die ein Hund zeigt, völlig normales Hundeverhalten sind und keine Erkrankung oder Störung vorliegt, die einer Therapie bedürfte.
Dass Hunde in unserer Gesellschaft angepasstes Verhalten zeigen müssen ist selbstverständlich. Deshalb sollten sie mit freundlichen und fairen Methoden so trainiert werden, dass weder andere Menschen noch Tiere durch unsere Hunde belästigt oder gefährdet werden.
Easy Dogs bietet Ihnen mit Maria Rehberger, geprüfte CumCane®-Trainerin, sowohl qualifiziertes Einzeltraining als auch Verhaltenstherapie für Ihren Hund im Umkreis von Nürnberg, Fürth, Erlangen, Herzogenaurach und Schwabach.
Training ist immer sinnvoll bei:
- Aggressionsverhalten gegenüber
- den eigenen Menschen
- fremden Menschen
- anderen Tieren
- anderen Hunden
- an der Leine
- Angstverhalten gegenüber
- Familienmitgliedern
- fremden Menschen
- anderen Tieren
- anderen Hunden
- Geräuschen
- Umweltsituationen / Reizen
- Trennungsangst (Zerstören)
- Ressourcenverteidigung
- Hyperaktivität
- Übersteigerte Aufregung (Bellen)
- Stereotypien
- Unangemessenes Verhalten gegenüber
- Joggern
- Radfahrern
- Sportlern
- Passanten
- Autos
- Fahrrädern
- Besuch
- Kindern

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